Irmgard Schaller

Barockvioline und -viola

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Biographie

Irmgard Schaller entstammt einer musizierenden Salzburger Familie, und genoss am dortigen Mozarteum ab ihrem achten Lebensjahr Violinunterricht. Hier hatte sie auch das besondere Glück Nikolaus Harnoncourts Unterricht mitzuerleben. Später spezialisierte sie sich auf Barockvioline am Königlichen Konservatorium in Den Haag, wo sie 1989 das Konzertdiplom ablegte.
Zu ihrer eigenen großen Überraschung spielte sie bald Kammermusikkonzerte mit hochgeschätzten Kollegen in Gruppen wie dem Schönbrunn Ensemble Amsterdam, der Banda del Seicento (Kees Boeke), Concerto Palatino (Bruce Dickey and Charles Toet), Ensemble 415 (Chiara Banchini) und dem Ensemble Trazom - nach ihrem Umzug nach England mit Chiaroscuro (Nigel Rogers) und The Taverner Players (Andrew Parrott and Andrew Manze). Von 1994 bis 2015 war sie Mitglied von London Baroque, bis zur Geburt des ersten Kindes als erste Geige, danach an der Bratsche. Außerdem formte sie ein festes Duo mit der Cembalistin Sophie Yates.
Orchester spielte sie in La Petite Bande, Anima Eterna, Das Kleine Konzert, Nederlandse Bachvereniging und The English Baroque Soloists, heutzutage aber hauptsächlich im Orchester des 18. Jahrhunderts.
Seit ihrem Umzug nach Deutschland spielte sie Sonatenabende mit Gary Cooper, Menno van Delft und Gerald Hambitzer; und Kammermusikkonzerte mit Wim Becu, Hana Blazíková, Ariadne Daskalakis, Leo van Doeselaar, Heidi Gröger, Ketil Haugsand, Peter Kooij, Balazs Mate, Michael Schmidt-Casdorff, Martin Stadler, Mary Utiger, Mieneke van der Velden, Dominik Wörner, Rainer Zipperling und dem Amsterdam String Quartet. Mit Richard Gwilt gründete sie das Ensemble Arcomelos.
Sie war Konzertmeisterin beim Ensemble Weser-Renaissance Bremen, Kirchheimer Bach Consort, Concerto Grosso Bonn und London Baroque, wenn in Orchesterformation. Als Solistin führte sie alle Bachschen Violinkonzerte, Brandenburgische Konzerte 4, 5 & 6, Vivaldis Frühling und Mozarts Sinfonia Concertante auf.
Ganz besondere Ereignisse in ihrer Musikerlaufbahn waren die Brandenburgischen Konzerte mit den Gebrüdern Kuijken und Gustav Leonhardt, Boccherini-Quintette mit Anner Bijlsma, zahlreiche inspirierende Kammermusikkonzerte mit Emma Kirkby und so manche denkwürdigen Konzerte mit Frans Brüggens Orchester des 18. Jahrhunderts.